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    Freiwillige Krankenversicherung in der GKV oder lieber PKV? Vergleichen Sie kostenlos die günstigsten Krankenversicherungen für Selbständige mit Kleingewerbe.

    Sobald man sich selbstständig macht, muss man sich als Gewerbetreibender auch eigenständig um seine Krankenversicherung kümmern.

    Dabei stellt sich womöglich die Frage: Sollte man sich freiwillig in seiner gesetzlichen Krankenkasse weiterversichern oder sich vielleicht sogar in einer PKV privat krankenversichern?

    Wichtig dabei ist: In Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht, das bedeutet: Jeder, auch Selbstständige, Gewerbetreibende und Kleinunternehmer muss krankenversichert sein.

    1. Was können Sie als Selbstständiger mit einem Wechsel der Krankenversicherung von der GKV zur PKV sparen?

    Als Selbstständiger haben Sie die freie Wahl der Krankenversicherung. Entscheiden Sie sich für die freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse, werden Ihre Beiträge nach Ihrem Einkommen berechnet. Das mag am Anfang für Sie günstig sein, kann sich aber schnell ins Gegenteil umschlagen. Solange Sie Gründungszuschuss vom Arbeitsamt erhalten, brauchen Sie nur ca. 190 € für eine freiwillige Versicherung ohne Krankengeldanspruch zu zahlen. Doch Ihr Geschäft wird sicher bald gut laufen. Dann müssen Sie 14,9% für eine Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch und 15,5% für eine Versicherung mit Krankengeldanspruch zahlen.

    1.1. Was können Sie mit dem Wechsel sparen, wenn Sie sich schon früh selbstständig machen?

    VerdienstGKV mit 14,9%
    (ohne Krankengeldanspruch)
    PKVMonatliche Ersparnis
    (bis zu ...)
    2.000,00 €298,00 €ab 150,00 €148,00 €
    2.500,00 €372,50 €ab 150,00 €222,50 €
    3.000,00 €447,00 €ab 150,00 €297,00 €

    Da in der privaten Krankenversicherung Ihre Beiträge nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und dem Geschlecht berechnet werden, können Sie bei einem zeitigen Wechsel viel Geld sparen. Grund für die niedrigen Beiträge ist die lange Ansparphase für die Altersrückstellung, die Sie mit einem zeitigen Wechsel zur PKV haben.

    Verdienen Sie nur 3.000 Euro monatlich, was bei Ihnen als Selbstständiger mit einem guten Unternehmen sicher keine Seltenheit ist, sparen Sie im Jahr 3.564 Euro (12 Monate x 297 €). Das ist ein ordentlicher Urlaub mit der Familie.

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    1.2. Können Sie als Selbstständiger auch sparen, wenn Sie schon etwas älter sind?

    Auch dann können Sie mit einem Wechsel der Krankenversicherung noch sparen. Die Ersparnisse sind sicher nicht mehr so hoch wie in jungen Jahren und richten sich auch nach den Beiträgen, die Sie für die gesetzliche Krankenkasse als freiwilliges Mitglied entrichten müssen, doch Sie können immer noch viel Geld sparen.

    VerdienstGKV mit 14,9%
    (ohne Krankengeldanspruch)
    PKVMonatliche Ersparnis
    (bis zu ...)
    2.000,00 €298,00 €ab 179,00 €119,00 €
    2.500,00 €372,50 €ab 274,00 €98,50 €
    3.000,00 €447,00 €ab 230,00 €217,00 €

    2. Freiwillig versichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

    2.1. Freiwillige Krankenversicherung: Beitragshöhe und Mindestbeitrag für Selbständige?

    Die Beitragshöhe für Selbstständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, sind bundesweit einheitlich geregelt. Der Betrag richtet sich prozentual nach dem Einkommen des Selbstständigen. So sind Beiträge je nach Kasse von mindestens ca. 320 € bis maximal ca. 650 € (inkl. Pflegeversicherung) möglich.

    Einzig Existenzgründer zahlen in der GKV einen verminderten Beitrag. Dieser verminderte Beitrag gilt aber nur dann, wenn der Existenzgründer einen Existenzgründungszuschuss erhält.

    2.2. Freiwillige Gesetzliche Krankenversicherung: Welche Krankenkasse ist zuständig?

    Grundsätzlich bleibt erst einmal die Krankenkasse zuständig, bei der man vorher pflichtversichert gewesen ist. Ein Wechsel wäre erst mit Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist möglich.

    Ausnahme: Man möchte in die private Krankenkasse wechseln - in diesem Fall ist ein Wechsel sofort möglich. Zu beachten ist, dass der Selbstständige ab Zeitpunkt der Selbstständigkeit lediglich drei Monate Bedenkzeit hat, ob er zukünftig freiwillig gesetzlich versichert bleiben möchte. Verstreicht diese Frist, muss der Selbstständige sich privat krankenversichern.

    2.3. Gesetzliche Krankenkasse: Krankengeld für Selbständige?

    Seit 2009 entfällt für Selbstständige und Freiberufler der automatische Anspruch auf Krankengeld in der GKV. Sie haben aber die Möglichkeit, das Krankengeld über einen Wahltarif der gesetzlichen Krankenkasse mit einzuschließen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen ihren Versicherten Wahltarife anbieten.

    Entscheidet sich der Selbstständige für einen Wahltarif, bleibt er für 36 Monate an seine Krankenkasse gebunden.

    3. Familienversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

    Familienangehörige, also Kinder und Ehefrau, die mtl. nicht mehr als 365,- Euro verdienen, können beitragsfrei über die Familienversicherung in der GKV mitversichert werden.

    Das gilt auch für Selbstständige und Gewerbetreibende, wenn diese mit ihrer Selbstständigkeit oder Gewerbe nicht mehr als max. 365,- Euro im Monat verdienen und weniger als 18 Stunden in der Woche ihre Selbstständigkeit ausüben. In diesem Fall können die Selbständige weiterhin über die Familienversicherung des Partners versichert bleiben.

    Das kommt beispielsweise für Ehefrauen infrage, die nebenbei ein selbstständiges Gewerbe (als Kleingewerbe oder Nebengewerbe) ausführen und im Monat nicht mehr als 365,- Euro verdienen.

    Fazit:

    Eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse lohnt sich insbesondere für Existenzgründer, für Ältere und für Selbstständige mit einem oder mehreren Kindern.

    4. Privat versichert in der privaten Krankenversicherung (PKV)

    Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende haben mit Beginn ihrer Selbstständigkeit die Wahlmöglichkeit, sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu versichern. Die Wahl der geeigneten privaten Krankenkasse sollte gut überlegt sein, darum gilt es, sich vorab gründlich über Tarife und Leistungen zu informieren.

    4.1. Private Krankenkasse: Tarife und Leistungen vergleichen

    Die Tarife der privaten Krankenversicherer unterscheiden sich teilweise sehr. Vor Abschluss sollten Sie deshalb genau prüfen: Was bekomme ich für mein Geld? Welche Leistungen sind in meinem Tarif mitversichert?

    Als ersten Schritt empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Welche Leistungen brauchen Sie eigentlich? Welche PKV Gesellschaften sind in Ihren Augen vertrauenswürdig? Im Internet können Sie dann anhand von kostenlosen Online-Tarifrechnern viele Angebote ganz unverbindlich erstmal vergleichen und so sich einen schnellen Überblick verschaffen.

    Einen kostenlosen und unabhängigen Vergleich von Experten können Sie ganz unverbindlich hier anfordern. Sie erhalten dann schnell eine Übersicht mit den konkreten Preisangeboten für Sie, sowie persönliche Empfehlungen, welche private Gesellschaften in Ihrem Fall ein gutes „Preis-Leistungs-Verhältnis" anbieten.

    4.2. Was kann in der PKV versichert werden? Welche Einschlüsse sind wichtig?

    Für Selbstständige ist es durchaus wichtig, dass sie sich über ein Krankentagegeld Gedanken machen: Fällt man selbst wegen Krankheit aus, können in dieser Zeit keine Einkünfte erzielt werden. Lassen Sie sich von Ihrer Versicherung durchrechnen, ab dem wievielten Krankentag sie Krankengeld beziehen möchten und wie hoch das Krankengeld ausfallen soll.

    Für Krankenhausaufenthalte ist der Einschluss eines Krankenhaustagegeldes möglich. Ein Krankenhausaufenthalt ist oft mit Mehrkosten verbunden, diese können mit dem Krankenhaustagegeld aufgefangen werden.

    5. Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?

    5.1. Private Krankenversicherung für Familien

    In der privaten Krankenversicherung müssen Selbstständige jedes Familienmitglied (also die Kinder und die erwerbslose Ehefrau) einzeln versichern. Das kann ganz schön teuer werden. In diesem Fall sollte gut überlegt sein, ob man die private Krankenversicherung wählt, oder nicht doch die freiwillige Versicherung der gesetzlichen Krankenkasse für sich wählt. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Familienversicherung beitragsfrei.

    5.2. Private Krankenversicherung für Singles

    Für Alleinstehende ist der Wechsel in die private Krankenversicherung durchaus lohnenswert.

    Die privaten Krankenkassen bieten dem Versicherten viel Leistung und Komfort für relativ geringe Beiträge. Im Vergleich dazu bekommt ein freiwillig versichertes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse für denselben Beitrag lediglich die Leistungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

    6. Vorteile und Nachteile der privaten Krankenversicherung

    PKV Vorteile:

    • • Weltweiter Versicherungsschutz
    • • Freie Arztwahl
    • • Keine Praxisgebühr
    • • Alle vom Arzt verordneten Medikamente werden erstattet
    • • Wahlleistungen möglich: Chefarztbehandlungen, Einbettzimmer, Krankengeld
    • • Beitrag richtet sich nicht nach Einkommen, sondern nach Geschlecht und Alter

    Ein männlicher Versicherter, 30 Jahre alt, kann sich bereits für weniger als 150 Euro mtl. privat krankenversichern.

    PKV Nachteile:

    • • Keine beitragsfreie Familienversicherung
    • • Zuschläge oder Ausschlüsse bei Vorerkrankungen
    • • Kein Zurück mehr in die gesetzliche Krankenversicherung (es sei denn, man fällt wieder in die Pflichtversicherung zurück)

    Ob sich diese Punkte nachteilig auswirken, hängt von den eigenen persönlichen Umständen ab.

    Häufig gestellte Fragen

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